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„Auf den Anfang kommt es an“: Unterstützung aus der Region für das Projekt der Babylotsen

„Als Familienunternehmen ist es uns wichtig, zielgerichtet zu spenden und im Idealfall auch damit wieder Familien zu unterstützen!“ So kommentiert Elisa Ruhnau, Geschäftsführerin der Müller+Höhler GmbH & Co KG eine kleine Spendenaktion im St. Vincenz-Krankenhaus Limburg, die hier gezielt dem neuen Angebot der Babylotsen zugute kommt – eine Win-Win-Situation also für alle Beteiligten. Ein Rollcontainer und ein Hängeregal im Wert von rund 500 Euro des Limburger Unternehmens helfen nun den beiden Babylotsinnen Sonja Rihlmann und Leonie Fasel, das notwendige Info- Material für ihre Klientinnen gut verstauen zu können – eine sehr praktische Unterstützung für das zweiköpfige Projektteam vor Ort, das im Auftrag des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) tätig ist.

Praktische Unterstützung für das Projekt Babylotsen: Im Bild v.l.n.r.: Babylotsin Leonie Fasel, Elisa Ruhnau, Geschäftsführerin Müller+Höhler GmbH & Co. KG, Ramona Zerlik von der Station 3 West, Babylotsin Ronja Rihlmann (sitzend), dahinter die Geschäftsführerin des Kreisverbandes Limburg-Weilburg des Deutschen Kinderschutzbundes, Michaela Hanzlik, und Michelle Kramer, Station 3 West.

Die beiden Babylotsinnen sind seit Mai 2021 auf dem Schafsberg im Einsatz und seither gut in der Arbeit für die frisch gebackenen Eltern angekommen: „Wir freuen uns jeden Tag auf die Familien, die wir unterstützen dürfen“, so Ronja Rihlmann. „Es ist eine ungeheuer spannende und sehr abwechslungsreiche Arbeit, weil wir viele Familien mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen begegnen dürfen,“ ergänzt Leonie Fasel. Beide nutzten die Spendenübergabe auch für ein spontanes Resümee: „Insbesondere dem Team der Wochenbettstation und des Kreißsaals danken wir für die tolle Zusammenarbeit: Ebenso danken wir den Netzwerken Frühe Hilfen und Kinderschutz der Landkreise für die nette Aufnahme.“

Elisa Ruhnau wiederum freute sich besonders, sich als Vertreterin eines regionalen Unternehmens explicit vor Ort engagieren zu können. Auch sie ist vom Projekt der Babylotsen überzeugt: „Es wäre schön, wenn viele  Familien im Landkreis das Projekt kennen und seine Angebote nutzen würden.“ In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Frühe Hilfen und Kinderschutz“ des Landkreises Limburg-Weilburg wurde das Projekt „Babylotsen“ bereits im Jahr 2020 ins Leben gerufen. Gefördert wird das Projekt unter anderem durch den Landkreis Limburg-Weilburg, sowie das hessische Ministerium für Soziales und Integration und den Rhein-Lahn-Kreis.

„Auf den Anfang kommt es an“ – unter diesem Motto bieten die Babylotsen allen Familien, die dies wünschen, Rat und Tat in der Zeit rund um die Geburt. Dabei kann es um Anträge, Behördengänge oder auch viele andere Angebote für Eltern und Säuglinge gehen. Hier unterstützen die Babylotsen, indem sie beispielsweise gemeinsam mit den Eltern Elterngeldanträge ausfüllen oder diese bei der Organisation der dafür benötigten Dokumente unterstützen. Darüber hinaus geht es darum, Belastungssituationen in jungen Familien so früh wie möglich zu erkennen und den Familien ein Unterstützungsnetzwerk anzubieten. Auch bei Problemen wie psychischer Belastung, Überlastung im Alltag, Isolation und Einsamkeit oder ganz einfach auch Verständigungsschwierigkeiten helfen die Babylotsen. So soll der Start als Familie erleichtert und die Eltern vor allem in der ersten Zeit mit dem Baby entlastet werden.

Persönliche Beratungen finden in der Regel im Limburger St. Vincenz-Krankenhaus statt – das komplette Angebot ist für die Eltern kostenlos. Diese können ganz niederschwellig mit den Babylotsen Kontakt aufnehmen: entweder per Mail unter babylotsen@dksb-lm.de oder per WhatsApp unter den u.g. Kontaktdaten. „Wir melden uns zeitnah zurück“, versichern Ronja Rihlmann und Leonie Fasel. Gern leiten sie auch Spenden oder Geschenke direkt an Familien weiter, denen es aktuell nicht so gut geht. 

Kontakt Babylotsen: 0176.576 162 66 oder 0159.017 369 80 oder per Mail: mailto:babylotsen(at)dksb–lm(dot)de.