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Aktuelle Informationen aus dem St. Vincenz

28.10.2020: Ab Donnerstag, 29. Oktober 2020 erneut Besuchsverbot!

Aufgrund der sprunghaft angestiegenen Corona-Infektionszahlen im Landkreis Limburg-Weilburg gilt in den St. Vincenz-Krankenhäusern Limburg und Diez sowie in allen anderen Kliniken im Versorgungsgebiet fünf ab Donnerstag, den 29. Oktober 2020, erneut ein generelles Besuchsverbot.

Ausnahmeregelungen können unter vorheriger Absprache und Anmeldung bei der entsprechenden Fachabteilung für folgende Personen(-gruppen) getroffen werden:

  • Eltern eines minderjährigen Kindes
  • Rechtsanwälte, Notare sowie rechtliche Betreuer
  • Personen, denen aus beruflichen oder therapeutischen Gründen Zugang zu gewähren ist
  • Seelsorger und ehrenamtliche Personen in Ausübung ihres Amtes
  • Auch für Geburten sind weitgehende Ausnahmen vorgesehen: Die werdenden Mütter dürfen während des gesamten Geburtsvorgangs eine Vertrauensperson an ihrer Seite haben.
  • Besondere Ereignisse, wie beispielsweise die Überbringung schwerer Diagnosen oder Sterbeprozesse, können ebenfalls in Begleitung stattfinden.

Für alle zulässigen Aufenthalte in den Kliniken gelten gemäß der aktuellen Allgemeinverfügung des Landkreises Limburg-Weilburg die Verpflichtung  zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (OP-Maske) sowie die bekannten Abstands- und Hygieneregeln.

„Leider machen die dynamischen Entwicklungen im Landkreis wie auch im gesamten Bundesgebiet es notwendig, dass auch wir unser Vorgehen immer wieder anpassen müssen. Oberstes Anliegen ist es dabei, nicht nur unsere Patienten, sondern auch unsere Mitarbeiter, ohne die eine Gesundheitsversorgung gar nicht möglich wäre, aktiv vor einer Ausbreitung des Virus zu schützen. Wir haben Verständnis dafür, dass diese Entscheidung im Einzelfall als sehr einschränkend empfunden wird. Umso mehr danken wir für das Verständnis und die Mithilfe seitens der Bevölkerung,“ so Geschäftsführer Guido Wernert im Namen der Krankenhausleitung. Das erneute Besuchsverbot diene dem Schutz der Patienten und des medizinischen Personals. In erster Linie helfen die Einschränkungen dabei, die Leistungsfähigkeit des  Gesundheitswesens aufrecht zu erhalten.

Kontakte zu Angehörigen und Freunden sind im Krankenhausalltag wichtig – sowohl für die jüngsten, aber auch für ältere Patienten. Um den Patienten trotz des Besuchsverbots den Kontakt zu Angehörigen zu vereinfachen, stellt das St. Vincenz ab sofort allen Patienten WLAN gratis zur Verfügung.

* In diesem Text wird ausschließlich die männliche Form verwendet. Damit sind alle anderen Formen gleichermaßen mitgemeint.

 

 

19.10.2020: Ab Mittwoch 21. Oktober 2020 Veränderte Besuchsregelung

Die Besuchsregelung im St. Vincenz-Krankenhaus Limburg wird mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Landkreis ab kommenden Mittwoch, 21. Oktober,  angepasst. Die seit Juli geltende Besuchsregelung bleibt grundsätzlich bestehen, jedoch wird die Anzahl der Besucher reduziert, die ein Patient empfangen darf. Konkret bedeutet dies:

  • Innerhalb der ersten sechs Tage des Aufenthaltes dürfen stationäre Patienten maximal zwei Besuche von jeweils einer Person empfangen;  jeweils für die Dauer von höchstens einer Stunde.
  • Die Besuchszeiten sind von 15:00 bis 18:00 Uhr. Der letzte Zugang wird um 17:00 Uhr gewährt.
  • Ab dem siebten Tage des Aufenthalts kann täglich eine Person für maximal eine Stunde empfangen werden.

Um die Kontakte im Krankenhaus zu minimieren, bittet die Krankenhausleitung, dass die besuchende Person über alle Besuche hinweg dieselbe ist. Besucher bitten wir, sich weiterhin am Haupteingang über ein Formular registrieren. Damit keine unnötigen Wartezeiten entstehen, wird Besuchern empfohlen, dass Formular möglichst ausgefüllt mitzubringen. Dieses finden Sie auf der Homepage des Krankenhauses hier. Die Besucher erhalten daraufhin einen Ausweis, der während der gesamten Dauer des Aufenthalts sichtbar getragen werden muss.

Während der Besuche gelten Maskenpflicht sowie die bekannten Abstands- und Hygieneregeln. Personen, die Krankheitssymptome, wie Husten, Schnupfen, Fieber oder Durchfall aufweisen, ist der Zutritt ins Krankenhaus zu Besuchszwecken verboten.

Da die Versorgung der Patienten selbstverständlich oberstes Gebot ist, bittet die Krankenhausleitung um Verständnis dafür, dass möglicherweise auch während der Besuchszeiten therapeutische und/oder pflegerische Maßnahmen erfolgen müssen.

Besuche im St. Vincenz-Krankenhaus Diez sind grundsätzlich möglich, jedoch nur unter vorheriger Absprache und Anmeldung bei der entsprechenden Fachabteilung.

16.07.2020: St. Vincenz Diez: Nach wie vor Besuchsverbot

Im Gegensatz zu der in Hessen angesiedelten Partnerklinik in Limburg gilt am St. Vincenz-Krankenhaus Diez nach wie vor das Besuchsverbot gemäß der 10. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz (10. CoBeL VO). Ausnahmeregelungen* sind vorgesehen, allerdings nur unter vorheriger Absprache und Anmeldung bei der entsprechenden Fachabteilung. 

Unter die Ausnahmeregelung fallen folgende Personengruppen:

  • Eltern, die ihr minderjähriges Kind besuchen,
  • Ehegatten, Lebenspartner, Verlobte, sonstige nahe Angehörige oder nahestehende Personen
  • sowie Seelsorger, Rechtsanwälte sowie Notare und rechtliche Betreuer.

*In diesem Text wird ausschließlich die männliche Form verwendet. Damit sind alle anderen Formen gleichermaßen mitgemeint.

13.07.2020: Ab Mittwoch 15. Juli neue Besuchsregelung

Ab Mittwoch 15. Juli 2020: Neue Besuchsregelung im St. Vincenz-Krankenhaus

Die Besuchsregelung im St. Vincenz-Krankenhaus sowie in allen anderen hessischen Krankenhäusern wird aufgrund eines Erlasses der Hessischen Landesregierung ab kommenden Mittwoch, 15. Juli 2020, neu geregelt. Das St. Vincenz hat daher ein neues Organisationskonzept entwickelt, um – wie von der Landesregierung gefordert – die Besucherströme zu steuern und Besuche nachverfolgen zu können. In Anlehnung an die gesetzliche Verordnung des Sozialministeriums gelten im St. Vincenz  folgende Regeln:

  • Innerhalb der ersten sechs Tage des Aufenthaltes dürfen stationäre Patienten maximal zwei Besuche von jeweils bis zu maximal zwei Personen empfangen für jeweils höchstens eine Stunde.
  • Die Besuchszeiten sind von 15:00 bis 18:00 Uhr.
  • Ab dem siebten Tage des Aufenthalts können täglich bis zu zwei Personen für maximal eine Stunde empfangen werden.
  • Besucher wie auch ambulante Patienten oder Notfallpatienten werden über ein Anmeldeformular registriert, welches auch online abrufbar ist. Damit keine unnötigen Wartezeiten entstehen, empfehlen wir Besuchern und ambulanten Patienten, das Formular möglichst ausgefüllt mitzubringen (https://www.st-vincenz.de/startseite/). Sie erhalten einen Ausweis, der sichtbar getragen werden muss.
  • Personen mit akuten Atemwegserkrankungen dürfen die St. Vincenz-Kliniken nach wie vor als Besucher nicht betreten.
  • Weiterhin gelten die allgemein gültigen Hygienerichtlinien so wie die Maskenpflicht, auch die Abstandsregelungen müssen von den Besuchern eingehalten werden. 

Da die Versorgung der Patient*innen selbstverständlich oberstes Gebot ist, bittet die Krankenhausleitung um Verständnis dafür, dass möglicherweise auch während der Besuchszeiten therapeutische und/oder pflegerische Maßnahmen erfolgen müssen.

Um die Verordnung der Landesregierung korrekt umsetzen zu können, ergibt sich am St. Vincenz-Krankenhaus für Patienten und Besucher folgende neue Situation:

  • Zugang für Patienten und Besucher kann nur noch über den Haupteingang erfolgen, alle anderen Eingänge werden geschlossen.
  • Der Fahrstuhl an der Bushaltestelle wird gesperrt. Notfallpatienten oder Personen, die auf Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, können über die Klingel den Notfall-Aufzug direkt gegenüber dem Parkhaus nutzen, er wird über das Personal der Pforte freigegeben.

Obwohl das St. Vincenz Diez anderen landespolitischen Verordnungen unterliegt, ist ab 15.Juli 2020 auch im St. Vincenz-Krankenhaus Diez der Zutritt ebenfalls ausschließlich über den Haupteingang möglich.

20.05.2020: Kliniken kehren zum Normalbetrieb zurück - umsichtige Konzepte zum Wohle der Patienten

Die gesellschaftsrechtlich wie auch kooperativ verbundenen Krankenhausgesellschaften St. Vincenz Limburg sowie die Evangelische Krankenhausgesellschaft Dierdorf/Selters (KHDS) kehren zur gewohnt umfassenden Patientenversorgung zurück. Vier Krankenhausstandorte, die jährlich 37.000 stationäre Patienten sowie 90.000 ambulante Patienten behandeln, nutzen jetzt den engen interdisziplinären Austausch und die gemeinsam gewonnen Erkenntnisse während der Corona-Krise zum Wohle Patienten und Mitarbeiter ebenso wie zur Weiterentwicklung der  Gesundheitsversorgung.

Operative Eingriffe in allen Bereichen praktiziert

Wie von zahlreichen Patienten dringend erwartet, nehmen auch die Kliniken im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben ihr breit gefächertes diagnostisches und therapeutisches Spektrum in nunmehr allen Bereichen wieder auf. Dies geht mit einem umfassenden Hygienekonzept für alle Standorte einher. Darauf hat jetzt Geschäftsführer Guido Wernert nachdrücklich hingewiesen. So werden nicht nur medizinisch notwendige, sondern auch planbare operative Eingriffe und Behandlungen wieder praktiziert – diese waren bis auf medizinische dringend erforderliche Eingriffe wegen der Corona-Pandemie seit Mitte März ausgesetzt. Darüber hinaus sind auch in allen anderen Bereichen wieder diagnostische und therapeutische Eingriffe wie auch Sprechstundentermine möglich.

Wichtig sei auch, bei bedrohlichen Symptomen früh zu reagieren und die Klinik aufzusuchen, um  z. B.   Schlaganfälle und kardiologische Notfallsituationen zu verhindern. Vermutlich würden Patienten aus Sorge, sich möglicherweise zu infizieren, zu lange warten. „Solche Zurückhaltung kann lebensbedrohlich sein“, so Wernert. Zudem sei diese Angst unbegründet: Generell sind in den Kliniken getrennte Behandlungspfade etabliert. Das bedeutet, dass alle Patienten mit Verdacht auf COVID-19 in einem separaten Bereich behandelt werden. Darüber hinaus gilt an allen Standorten der Krankenhausgesellschaften die Maskenpflicht.

Schutz der Patienten und Mitarbeiter – vor, während und nach der Krise:

Zudem bleibt in dem umsichtigen Konzept zur Aufnahme des Regelbetriebs eine wichtige Präventionsmaßnahme aufrecht erhalten: Um sowohl die  Patienten, als auch die Mitarbeiter bestmöglich vor dem Corona-Virus zu schützen, bleibt die Besuchssperre in den Klinken weiterhin bestehen. Die Ausnahmeregelungen in Absprache mit den Stationsteams bleiben wie gehabt in Kraft. „Damit schützen wir alle - unsere Patienten sowie unsere Pflegekräfte und das medizinische Personal“, erklärt  Wernert.  Besucher mit einer Ausnahmegenehmigung werden gebeten, verstärkt auf die strengen Hygienemaßnahmen und die Abstandsregelung von mindestens 1,5 Metern zu achten. „Unser vorrangiges Ziel ist es, die Wiederaufnahme des Regelbetriebs  mit dem bestmöglichen Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter zu vereinbaren“, so der Geschäftsführer weiter.

Die Krankenhausgesellschaft St. Vincenz Limburg sowie die Evangelische Krankenhausgesellschaft Dierdorf/Selters  umfassen vier Krankenhausstandorte über vier Landkreise mit insgesamt rund 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Jährlich werden rund 37.000 stationäre sowie 90.000 ambulante Patienten an den vier Standorten behandelt. Durch Entwicklung und Spezialisierung in allen medizinischen Bereichen hat jeder der vier Standorte richtungsweisende Standards vorzuweisen. Als regionale Gesundheitsversorger engagieren sich die Trägergesellschaften dafür, ihre medizinischen Leistungsspektren abgestimmt und nachhaltig stabil aufzustellen. „Ein  Selbstverständnis, welches nicht nur in Corona-Zeiten verpflichtend ist“, so der Geschäftsführer Guido Wernert. Dass diese Leistung untrennbar mit dem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbunden ist, betonen auch die Vertreter der Gesellschafter sowie des Verwaltungsrates ausdrücklich. Sie zollten der Belegschaft aller Häuser besonderen Dank für ihren tatkräftigen Einsatz in dieser nicht einfachen Zeit.

14.05.2020: Die Gesichter hinter der Maske: Yvonne Streb – Leitende MTA im Zentrallabor

Ob im Krankenhaus oder privat, aktuell kennt man unsere Kolleg*innen nur mit Maske. In der Serie „Die Gesichter hinter der Maske“ stellen wir in loser Reihenfolge die Menschen aus unseren Einrichtungen vor, die im Hintergrund derzeit alles dafür  geben, dass unsere Patient*innen auch in diesen Zeiten bestmöglich versorgt werden. Zum Beispiel…

… Yvonne Streb. Fast 20 Jahren ist sie bereits im St. Vincenz-Krankenhaus tätig – seit zwei Jahren als leitende Medizinisch-Technische Assistentin (MTA) im Zentrallabor. Im Interview berichtet sie unter anderem von ihrem Arbeitsalltag mit potenziell hochinfektiösem Material und erklärt, wie die Testung auf das Corona-Virus funktioniert.
 
Frau Streb, haben Sie Angst, sich bei Ihrer Arbeit im Labor mit dem Corona-Virus zu infizieren?

Nein, ich persönlich habe keine Angst, mich hier anzustecken. Natürlich ist die Corona-Pandemie eine ganz besondere Situation, die noch keiner von uns in diesem Ausmaß erlebt hat. Aber das Arbeiten mit Viren und Bakterien gehört im Labor schon immer zum Tagesgeschäft, sodass wir im Umgang mit infektiösem Material geübt sind. Insofern macht es für uns im Zentrallabor keinen allzu großen Unterschied, dass wir jetzt auch auf das neuartige Corona-Virus testen.

Wie hat die Corona-Krise Ihren Arbeitsalltag verändert?

Der normale Routinebetrieb ist zu Beginn der Pandemie etwas weniger geworden. Das hing vor allem damit zusammen, dass elektive Eingriffe weggefallen sind und insgesamt weniger PatientInnen im Haus waren. Anfangs konnten wir die PCR-Diagnostik (zum Erregernachweis bei Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2) hier auch noch nicht eigenständig durchführen und haben die Proben zur Diagnostik weggeschickt. Unsere ärztliche Leiterin Claudia Suchatzki stand jedoch in engem Kontakt zu unterschiedlichen Firmen und konnte so veranlassen, dass wir den Test auch im Vincenz schnell etabliert haben. Das Gerät, in dem die MRSA-PCR-Diagnostik durchgeführt wird, hatten wir schon vor Ort, sodass wir direkt mit dem Testen beginnen konnten, als Test-Kits erhältlich waren. Diese waren anfangs – wie viele Güter zu dieser Zeit – jedoch nur sehr schwierig und in geringen Mengen zu beschaffen. Inzwischen haben die Firmen allerdings die Produktion hochgefahren, sodass wir zum jetzigen Zeitpunkt gut mit Test-Kits ausgestattet sind.

Seit einigen Wochen können wir nun die Corona-PCR für PatientInnen und MitarbeiterInnen in Eigenregie vor Ort durchführen. Das ist eine enorme Zeitersparnis: Als wir die Tests noch weggeschickt haben, hat es bis zu 48 Stunden gedauert, bis wir ein Ergebnis erhielten. Seitdem wir hier vor Ort testen, vergehen vom Zeitpunkt des Abstrichs bis zum Vorliegen des Ergebnisses nur 24 Stunden. 

Wie funktioniert so ein PCR-Test zum Nachweis auf Sars-CoV-2?

Wir verwenden eine Real-Time-PCR. Vereinfacht gesagt sieht das so aus:
Die Probe (ein Abstrich aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum in einem speziellen Medium),  wird in ein Probenröhrchen überführt, das spezifisch ausgelegt ist für das Gerät, in dem getestet wird. Außerdem führen wir der Probe noch ein Test-Kit hinzu. Die weitere Testung läuft dann intern im Automaten ab. Dabei wird die Virus-DNA zunächst isoliert und anschließend in mehreren Zyklen repliziert, also vervielfältigt. Durch den Einsatz fluoreszierender Stoffe kann dann überprüft werden, ob die gesuchten Gensequenzen des Virus vorliegen oder nicht. Dieses Vorgehen dauert in etwa drei Stunden.

Wie viele Tests führen Sie am Tag durch?

Wir führen den Test täglich, also auch am Wochenende durch. Zu Beginn war es etwas weniger. Inzwischen hat es sich bei einer Anzahl zwischen fünf und 30 Tests am Tag eingependelt. An besonderen Tagen werden auch mehrere Durchläufe gefahren.

Wie stellen Sie sicher, dass sich im Labor niemand mit dem Virus infiziert?

Wir achten auf die Einhaltung der Zugangsbeschränkung zum Labor und, wo möglich, ausreichenden Abstand bei der Tätigkeit im Labor. Dann gibt es natürlich die krankenhausinternen Vorgaben, wie z. B. die Mundschutzpflicht, Hygieneregelungen oder Vorgaben zu einer begrenzten Personenzahl in Pausenräumen. Innerhalb des Labors befinden wir uns hier im Bereich der Mikrobiologie, in dem wir auch Bakterien untersuchen, die einer bestimmten Risikoklasse angehören. Hier gelten noch einmal verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Zum Beispiel gibt es eine Sicherheitswerkbank mit einer internen Abluft, die sicherstellt, dass die MitarbeiterInnen infektiöse Proben gefahrlos anlegen können. Für die Diagnostik auf  SARS-CoV-2 d.h. die Durchführung der Tests, sind zusätzliche Schutzmaßnahmen durch den ABAS (Ausschuss für Biologische Arbeitsstoffe) gefordert die beachtet werden.

Sehen Sie in der aktuellen Situation auch Chancen für Ihren Bereich?

Gerade in der jetzigen Situation wird deutlich, wie wichtig die Labordiagnostik sein kann. Wir sind sehr stolz darauf – und da spreche ich natürlich für alle meine Kolleginnen – dass wir hier vor Ort die Corona-PCR etablieren konnten und so unseren Beitrag zum Umgang mit dieser besonderen Situation für Patienten und Mitarbeiter  leisten zu können.

Was haben Sie sich persönlich vorgenommen für die Zeit nach Corona?

Ein großes Familienfest feiern!

12.05.2020: „Krisenbewältigung geht nur gemeinsam und interdisziplinär“

Kaum eine Zeitung, die in diesen Zeiten ohne die sog. Corona-Helden auskommt – gerade der Berufsstand der Pflege nahm dabei einen besonders hohen Stellenwert ein, in Funk, Fernsehen und Printmedien kamen Pflegekräfte aus Kliniken und Pflegeeinrichtungen zu Wort. In den St. Vincenz-Kliniken trägt Pflegedirektorin Martina Weich Verantwortung für rund 600 Pflegekräfte – wir befragten sie zum neuen „Sozialprestige“ ihres Berufsstandes:

Pflegekräfte wurden allüberall zu Recht als Helden gefeiert - wie fühlt sich das für Sie an – als ehrliche Wertschätzung oder eher der Angst vor Corona geschuldet? Oder sogar ein wenig scheinheilig, weil einfach ohne Pflegekräfte gar nichts geht?

Hier muss man unterscheiden. Ich glaube, in der Bevölkerung selbst wächst langsam ein Bewusstsein dafür, dass die Pflege ein wichtiger Berufsstand ist, der auch über ganz viel fachliche Profession verfügt. Was die Politik angeht habe ich den Eindruck, dass die Solidaritäts- und Wertschätzungsadressen, die man bei zahlreichen offiziellen Ereignissen im Gesundheitswesen im politischen Berlin oder auch in Wiesbaden an die Pflege richtet, nur Lippenbekenntnisse sind. Meines Erachtens nach fehlt es hier ganz grundlegend am nötigen Respekt und der Wertschätzung, die man der Pflege in Sonntagsreden so gern attestiert.

Sie tragen im St. Vincenz Verantwortung für die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen, schon im „normalen“ klinischen Alltag unverzichtbar, jetzt erst recht. Arbeiten Sie auch in den politischen Entscheider-Gremien zur Bewältigung der Corona-Pandemie mit?

Generell ist die Bewältigung der Pandemie Teamarbeit, da muss eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit sichergestellt sein, sonst kann keine gute Vorbereitung auf eine Krisensituation erfolgen. Unser Krisenmanagement im St. Vincenz hat auf die gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Berufsgruppen gesetzt und daher erfolgreich agiert. Auch deshalb fühlen wir uns hier gut vorbereitet.

In den zentralen Planungsstäben, die politisch initiiert wurden, ist aus meiner Sicht die Pflege weiterhin nicht ausreichend vertreten. Ganz selbstverständlich wird von der Pflege erwartet, am Bett der betroffenen Patienten zu stehen und gesetzliche Anordnungen umzusetzen - seien es die hygienischen Anforderungen oder auch arbeitszeittechnische Bedingungen. Aber in der interdisziplinären Zusammenarbeit und den grundsätzlichen Vorüberlegungen zu den notwendigen Handlungsdirektiven findet die pflegerische Perspektive auf politischer Ebene zu wenig Berücksichtigung. Die Pflegekräfte werden meistens nur aus zweiter Hand informiert. Am Bett dagegen dürfen sie in der ersten Reihe stehen.

Pflegerische Tätigkeit wird gemeinhin mit viel Emotion, Geduld und Aufopferungsbereitschaft assoziiert, weniger mit professioneller Fachkunde. Woran liegt das?

Nichts hält sich länger als ein gepflegtes Vorurteil… Die von Ihnen aufgeführten „weichen“ Faktoren sind ja an sich keineswegs schlecht, sie sind sogar eine absolute Grundbedingung für diesen Beruf. Aber sie haben auch dazu geführt, dass das Auftreten der pflegerischen Fachkräfte nicht entschieden genug ist. Wir müssen lernen, unsere gesellschaftliche, vor allem aber auch die interdisziplinäre Akzeptanz klar einzufordern.

Glauben Sie, am Image Ihrer Berufsgruppe wird sich durch Covid 19 langfristig etwas ändern?

Zu Beginn der Pandemie war in vielen Artikeln von den verbesserungsbedürftigen Arbeitsbedingungen und dem fehlendem Pflegefachpersonal die Rede. Auf einmal war die Unterbesetzung - insbesondere in den Pflegeheimen ein Thema – bekannt ist dieser Personalmangel aber schon seit längerer Zeit. In einer Krise wird dies natürlich eklatant sichtbar.

Die Pandemie bietet eine Chance für den Pflegeberuf. Bonuszahlungen, Mindestlöhne und generelle Besetzungsvorgaben werden ja bereits diskutiert. Politisch muss dies natürlich unterstützt werden. Es kann nicht sein, dass der Arbeitgeber allein in der Verantwortung steht und nicht wie er diese wirklich sinnvollen Maßnahmen finanzieren soll.

Ja, Pflege ist „systemrelevant“ und eine professionelle Pflege eine zentrale Säule im Gesundheitswesen. Es ist längst überfällig, dass sich dies auch in der Finanzierung nachhaltig abbildet.

Welche Ängste hatten Sie zu Beginn der Pandemie?

Meine größte Angst war, dass die Mitarbeiter die Patienten ohne ausreichende Schutzkleidung versorgen müssen. Diese Situation hat sich zum Glück entspannt. Zusätzlich hatte ich große Sorgen davor, dass auch wir an die Grenzen unserer Kapazitäten kommen und möglicherweise Situationen wie in Italien erleben könnten. Die psychische Belastung und die langfristigen Folgen für alle Mitarbeiter wären weitreichend gewesen. Auch dazu ist es zum Glück bis jetzt nicht gekommen.

Zu Beginn der Pandemie haben sich sehr viele Pflegekräfte gemeldet und zusätzliche Hilfe angeboten. Sei es in Form von Arbeitszeitaufstockungen, Schulungsangeboten oder extrem flexiblen Arbeitseinsätzen. Dafür bin ich den Pflegekräften in unserem Haus sehr, sehr dankbar und weiß diese Unterstützung sehr zu schätzen.

Ich hoffe, dass wir dadurch sowie durch unser gutes Krisenmanagement auch weiterhin der Pandemie gewachsen sind.

09.05.2020: Die Gesichter hinter der Maske: Sebastian Pees

Ob im Krankenhaus oder privat, aktuell kennt man unsere Kolleg*innen nur mit Maske. In der Serie „Die Gesichter hinter der Maske“ stellen wir in loser Reihenfolge die Menschen aus unseren Einrichtungen vor, die im Hintergrund derzeit alles dafür  geben, dass unsere Patient*innen auch in diesen Zeiten bestmöglich versorgt werden. Zum Beispiel…

… Sebastian Pees. Als Revisor liegt der Fokus des studierten Betriebswirts eigentlich auf der Überwachung und der weiteren Absicherung risikorelevanter Themengebiete. Vor etwa einem Jahr hat Pees jedoch zusätzlich die Rolle des kommissarischen Einkaufsleiters im St. Vincenz übernommen und steht während der Corona-Pandemie vor der Herausforderung, heiß begehrte Schutzausrüstung zu beschaffen. Im Interview erzählt er unter anderem, wie sich sein Arbeitsalltag verändert hat und welche Chancen er in der aktuellen Situation sieht: 

Herr Pees, sprechen Sie denn schon Chinesisch?

Nein, das noch nicht. Englisch tut es Gott sei Dank auch. Aber es ist schon so, dass die Ware, die wir beziehen, zum größten Teil aus China kommt. Das war früher zwar auch schon so, denn auch die Produkte der deutschen Hersteller werden zu einem großen Teil in China produziert, jedoch hat es sich in diesen Zeiten noch einmal enorm verstärkt und wir beziehen Waren jetzt auch direkt aus China. Wenn die gewöhnlichen Beschaffungswege wegfallen, dann muss man sich andere Wege suchen und diese sind teilweise recht abenteuerlich. Wir arbeiten in diesen Fällen mit Unternehmen aus Deutschland zusammen, die die entsprechenden Kontakte in China bzw. das entsprechende Know How haben oder auch über die Deutsche Außenhandelskammer in Shanghai, die uns bei den Verhandlungen im fernen Osten unterstützt.

Dem strategischen Einkauf im Krankenhaus kommt in Zeiten von Corona noch einmal eine ganz andere Bedeutung zu. Wie hat sich Ihre tägliche Arbeit durch das Virus verändert?

Die hat sich ziemlich verändert. Im Normalfall ist die  Arbeit im Zentraleinkauf sehr strukturiert: Man hat so seine Hauptlieferanten und üblichen Bestellwege. Inzwischen ist es aber so, dass fast alles, was im Entferntesten mit Schutzausrüstung zu tun hat, wie beispielsweise Masken oder Schutzkittel, sehr schwer zu bekommen ist. Da kann von Normalität keine Rede mehr sein. Ein bisschen ist das vergleichbar mit der Situation in den Supermärkten im März, als sämtliche Regale leer geräumt waren.  So ist das bei uns im Prinzip auch. Da muss man ein wachsames Auge haben und dann schnell zuschlagen, wenn Preis und Qualität mutmaßlich stimmen. Inzwischen kann man aber zum Glück sagen, dass sich die Lage in den letzten Tagen etwas entspannt hat und wir ausreichend persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung haben.

Was ist aktuell Ihre größte Herausforderung im Arbeitsalltag?

Die größte Herausforderung ist es, die Materialien, die gebraucht werden, in der richtigen Menge, Größe und Qualität zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben.  Das Problem dabei ist, dass man sich zurzeit nicht mehr auf die zugesagten Liefertermine verlassen kann: Es ist einfach nicht mehr verlässlich planbar, wann Lieferungen eintreffen. So kann es mitunter passieren, dass von heute auf morgen Lieferungen oder offene Bestellungen storniert werden, weil der Lieferant nicht mehr lieferfähig ist. Damit muss man versuchen umzugehen, indem man möglichst vorausschauend plant. Mit diesem Problem kämpfe ich aber nicht alleine, sondern natürlich auch unser gesamtes Einkaufsteam im MediLog. Die Kollegen verbringen viel Zeit damit, an den verschiedensten Stellen und über die unterschiedlichsten Kanäle Schutzausrüstung aufzutreiben. Das ist schon alles sehr nervenaufreibend und spannend.

Gab es auf der „Jagd“ nach Schutzmaterial ein Erlebnis, was Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ein einzelnes Erlebnis nicht unbedingt. Was mich aber nachdrücklich beeindruckt hat, ist die tolle Zusammenarbeit in der Region. Wir haben uns zum Beispiel mit dem Landkreis sowie anderen Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen der Region zusammengeschlossen, um OP- und FFP-Masken im größeren Umfang zu beschaffen und wirklich toll zusammen gearbeitet.

Sehen Sie durch die Corona-Krise auch Chancen speziell für Ihren Bereich?

Ich hoffe, dass wir aus dieser Krise lernen werden – nicht nur wir als Krankenhaus, sondern auch die Industrie. Jetzt zeigt sich die Negativseite davon, dass große Teile der Produktion aus Kostengründen ins ferne Ausland verlagert wurden, denn dies führt natürlich auch zu langen und mitunter störanfälligen Lieferketten. Auch fehlende Lagerkapazitäten in Deutschland sind ein Problem, denn so können nur begrenzte Vorräte aufgebaut werden. An diesen Punkten gilt es anzusetzen, wenn die Krise überstanden ist. 

Haben Sie sich etwas vorgenommen für den ersten Tag, wenn Ihr Leben zur Normalität zurückgekehrt ist?

Auf jeden Fall werde ich das machen, was man in letzter Zeit nicht konnte: sich mit Freunden treffen und gemeinsam etwas unternehmen. Auch unsere zweijährige Tochter wird sich sicherlich freuen, wieder in die Kita gehen zu dürfen und mit ihren Freundinnen spielen zu können. 

08.05.2020: Außerordentliche Unterstützung von Tetra Pak: 50.000 Euro für die Intensivmedizin am St. Vincenz

Schützt, was gut ist  - dieser Slogan der Firma Tetra Pak ist den Verantwortlichen des Unternehmens in diesen herausfordernden Zeiten wichtiger denn je. Während dieses unternehmerische Versprechen normalerweise die Vision definiert, Lebensmittel überall sicher und verfügbar zu machen, wird diese Philosophie im Zeichen des weltweiten Covid-Ausbruchs neu interpretiert und umgesetzt: 50.000 Euro spendete die Tetra Laval Gruppe jetzt dem St. Vincenz-Krankenhaus Limburg.  „Wir sind davon überzeugt, dass auch die Industrie hier Verantwortung übernehmen muss und wollen der Gesellschaft etwas zurückgeben“, konstatierte der Managing Director von Tetra Pak Mid Europe, Stephan Karl, jetzt in Limburg bei der Spendenübergabe vor Ort. Die Spende sei Ausdruck aufrichtigen Danks an alle, die sich im Kampf gegen das Corona-Virus engagierten, insbesondere auch an die Frontfrauen und –männer, die man oft gar nicht sehe. “Wir freuen uns etwas dazu beitragen zu können, um diejenigen zu schützen, die zur Zeit rund um die Uhr für uns alle an ihre Grenzen gehen und ihr Bestes geben”, so Karl. Die Spende ist Teil der jüngsten weltweiten Spende der Tetra Laval Gruppe zur Unterstützung der globalen COVID-19-Hilfsmaßnahmen: Insgesamt hatte Tetra Pak mit den Partnerunternehmen Sidel und DeLaval 435.000 Euro an Hilfsorganisationen und Krankenhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz gespendet, um die beeindruckende Welle der Hilfsbereitschaft in dieser Krise zu unterstützen. Von diesem Betrag werden das Rote Kreuz, die Malteser und die Johanniter unterstützt, hinzu kommen Krankenhäuser in einer besonders betroffenen Region und an den größten Unternehmensstandorten in den drei Ländern. Da Limburg der größte Produktionsstandort von Tetra Pak in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist, stand das St. Vincenz-Krankenhaus schnell im Focus.
Im Namen der Krankenhausgesellschaft dankten der Vorsitzende des Verwaltungsrates, RA Erwin Reuhl, sowie Geschäftsführer Guido Wernert für diese außerordentliche Unterstützung. Der Betrag werde im direkten Umfeld der intensivmedizinischen Versorgung eingesetzt, damit Covid-19- und anderen schwer kranken Patienten maximal gut versorgt werden könnten. Dies bestätigten auch der Ärztliche Direktor des St. Vincenz, PD Dr. Michael Fries, und die stellvertretende Pflegedirektorin Petra Hoffmann. „Wir freuen uns über diese sehr große Aufmerksamkeit und spüren den Zusammenhalt und die Verbundenheit – das hilft uns wirklich sehr“, so PD Dr. Fries. Die Summe wird für insgesamt 15 elektronische Absaugpumpen verwendet werden, welche die pflegerische Arbeit auf der Intensivstation sehr erleichtern wird. Die Unterstützung des Bundes deckt hier nicht alles ab: Ein Intensivbett verursacht einmalige Investitionskosten von ca. 85.000,00 €. Bei einem geplanten Zuschuss von 50.000,00 € übernehmen die Kliniken auch in diesem Bereich einen großen Teil der Verantwortung – von daher ist die Tetra-Pak-Spende eine enorme Unterstützung, um sich bestmöglich für die Behandlung zu wappnen, so Guido Wernert.

Informationen zu den Unternehmen der Tetra Laval Gruppe
Tetra Pak ist das weltweit führende Unternehmen für Lösungen zur Verarbeitung und Verpackung von Lebensmitteln. In enger Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten bietet die Firma sichere, innovative und nachhaltige Produkte an, die täglich den Bedarf von Millionen Menschen in mehr als 160 Ländern erfüllen. Damit sind weltweit knapp 25.000 Mitarbeiter beschäftigt. Mehr Informationen unter www.tetrapak.com/de .
Sidel ist mit mehr als 5.500 Mitarbeiter weltweit ein führender Anbieter von Ausrüstungs- und Servicelösungen für die Verpackung von Getränken, Lebensmitteln, Haushalts- und Körperpflegeprodukten in PET, Dosen, Glas und anderen Materialien. Mehr Informationen unter www.sidel.com.
DeLaval
Als innovationsbasiertes Unternehmen arbeitet DeLaval mit weltweit 4500 Mitarbeitern an führenden Produkten und Lösungen für die Milchproduktion. Vision ist es, eine nachhaltige Lebensmittelproduktion zu ermöglichen. Mehr  Informationen auf www.delaval.com

02.05.2020: Die Gesichter hinter der Maske: Amjad Ramadan

Ob im Krankenhaus oder privat, aktuell kennt man unsere Kolleg*innen nur mit Maske. In der Serie „Die Gesichter hinter der Maske“ stellen wir in loser Reihenfolge die Menschen aus unseren Einrichtungen vor, die im Hintergrund derzeit alles dafür  geben, dass unsere Patient*innen auch in diesen Zeiten bestmöglich versorgt werden. Zum Beispiel…

… Amjad Ramadan: Er arbeitet seit vier Monaten als Reinigungskraft im St. Vincenz Limburg. Auf der Inneren Intensivstation und der Isolierstation für Covid-Patient*innen und –Verdachtsfälle sorgt Amjad dafür, dass alles gründlichst gereinigt wird. Denn: saubere Zimmer sind eine Voraussetzung dafür, dass sich das Virus und andere Keime nicht weiter verbreiten. Im Interview erzählt der gebürtige Syrer, wie sich seine Arbeit in Zeiten von Corona verändert hat, was er an seinem „alten“ Leben am meisten vermisst und was er als Erstes machen wird, sobald Abstandsregeln passé sind. 

Herr Ramadan, was fällt Ihnen spontan zum Begriff „Corona“ ein?

Corona hat die ganze Welt fest im Griff, auch Deutschland. Viele Menschen haben beispielsweise Angst einkaufen zu gehen. Ich hoffe, dass Corona bald wieder verschwindet und alle Patient*innen schnell gesund werden. Bis es soweit ist, wünsche ich mir, dass alle Menschen sich an die Vorgaben der Regierung halten und beispielsweise immer mit Mundschutz einkaufen gehen und auf den Sicherheitsabstand achten.

Wie hat sich ihr Arbeitsalltag durch Corona verändert?

Corona hat dazu geführt, dass alles ein wenig länger dauert. Bevor wir die Patientenzimmer betreten, müssen wir bestimmte Schutzausrüstung anlegen, um uns nicht mit dem Coronavirus zu infizieren – dazu gehören zum Beispiel Handschuhe, Schutzkittel und Schutzmasken. Sobald wir mit der Reinigung eines Zimmers fertig sind, legen wir die Schutzkleidung ab und entsorgen diese. Bevor wir ein neues Patientenzimmer betreten, legen wir dann neue Schutzausrüstung an und desinfizieren beispielsweise auch die Besenstiele – das alles dauert seine Zeit.

Haben Sie Angst, sich während der Arbeit mit dem Virus anzustecken?

Nein, ich habe keine Angst, mich hier im Krankenhaus mit dem Coronavirus anzustecken. Meine Kolleg*innen und ich tun bei der Arbeit alles dafür, dass sich das Virus hier im Krankenhaus nicht ausbreiten kann.

Was vermissen Sie an Ihrem „alten“ Leben, bevor das Coronavirus in Deutschland ein Thema wurde, am meisten?

Ich bin in meiner Freizeit immer gerne spazieren gegangen. Das geht zwar immer noch, aber es ist ein ganz anderes Gefühl als früher; allein schon, weil man immer auf den Sicherheitsabstand achten muss. Auch das Einkaufen mit Mundschutz ist ziemlich ungewohnt und durch den 1,5 Meter-Abstand, den man überall einhalten muss, kommt es häufig zum Stau in und vor den Läden, wodurch das Einkaufen dann viel mehr Zeit in Anspruch nimmt als sonst. Auch beim Onlineshoppen merkt man, dass alles viel länger dauert als gewohnt. 

Haben Sie sich etwas vorgenommen für den ersten Tag, an dem das Leben wieder „normal“ ist?

Alle umarmen!

28.04.2020: Corona update: St. Vincenz-Geschäftsführer Guido Wernert im Interview

Eine Bewährungsprobe, bei der es um nicht weniger geht als um das Leben und die Gesundheit der Menschen!  Kanzlerin Merkel hat es in ihrer Regierungserklärung auf den Punkt gebracht: Corona fordert uns alle aufs äußerste heraus – jeden Einzelnen und die verschiedensten Einrichtungen und  Institutionen, insbesondere auch die Krankenhäuser. „Eine nie dagewesene Herausforderung für uns alle“, nennt es Guido Wernert, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH. „Wir Krankenhäuser haben uns unter Hochdruck auf eine Vielzahl von schwer kranken Corona-Patienten vorbereitet. Wir haben gehandelt - ohne Sicherheit, ohne Netz und ohne doppelten Boden. Denn wir sind im Kampf gegen einen unberechenbaren Gegner.“ Das St. Vincenz fühle sich bestmöglich vorbereitet, so der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft, die das St. Vincenz Limburg als Haus der Schwerpunktversorgung und das St. Vincenz Diez als Haus der Grundversorgung führt. Was dies ganz konkret bedeutet, wie sich die Situation finanziell auswirkt und was er sich irgendwann für die Zeit nach Corona erhofft, erläutert Wernert im Interview:   

Bestmöglich vorbereitet – was bedeutet das ganz praktisch?

Wir haben unverzüglich einen Stufenplan für die Intensivbehandlung entwickelt. Insgesamt haben wir so die Intensivbehandlungsplätze von 28 auf 63 mehr als verdoppelt – alles in enger Vernetzung mit den Schnittstellen des Landkreises. Wir haben zusätzliche Beatmungsmöglichkeiten geschaffen: alle Beatmungsgeräte in unseren Kliniken wurden auf den Standort Limburg konzentriert und zusätzlich 30 weitere Geräte gekauft bzw. bestellt. Wir haben planbare bzw. medizinisch nicht notwendige  Operationen und Untersuchungen abgesagt, um eine möglichst große freie Anzahl freizuhalten.

Zum Austausch der Entwicklung des Vorgehens bei beatmungspflichtigen Covid-Patienten trifft sich regelmäßig und engmaschig eine Gruppe von Intensivmedizinern - diese ist sowohl regional, als auch national vernetzt und steht europaweit im Kontakt mit 300 Intensivstationen. Eine große Zahl von fachkundigen Mitarbeitern haben wir zusätzlich für den Einsatz auf den Intensivstationen geschult und qualifiziert. Darüber hinaus haben wir eine spezielle Isolierstation eingerichtet (Station U Ost), eine weitere Station kann bei Bedarf zugeschaltet werden (Station E West). Um etwaige Covid-Patienten frühzeitig zu identifizieren wurden für Notfall- und andere Patienten Fragebögen entwickelt, um verdächtige Symptome so früh wie möglich und mit hoher Trennschärfe herauszufiltern.

Dank guter Vernetzung und intelligenter Logistik unserer Zentralapotheke und Warenwirtschaft haben wir die Bestände des Schutzmaterials mit rund 150.000 Masken enorm aufgestockt. Darüber hinaus haben wir Helmvisiere und persönliche Schutzkleidung (PSA) und viele andere Mangelressourcen zum Schutz von MitarbeiterInnen und PatientInnen organisiert. In vielen Bereichen haben wir großartige Unterstützung durch viele uneigennützigen ehrenamtliche Initiativen erfahren -  zum Beispiel durch das Nähen von Schutzmasken durch viele freiwillige HelferInnen. An dieser Stelle möchten wir diesen UnterstützerInnen großen Dank aussprechen: das ist eine wunderbare Geste der Solidarität und eine fabelhafte Unterstützung bei der Versorgung unserer Patienten.

Alles in allem sind wir auf eine eventuell stärkere Frequentierung zur Behandlung von Covid-19-Patienten gut vorbereitet. Gleichzeitig sichern wir auch weiterhin größtmögliche Behandlungsqualität für PatientInnen mit anderen schwerwiegenden Erkrankungen bereit. Ein Schlaganfallpatient oder ein Patient mit Herzinfarkt im April 2020 muss dieselbe Ausgangslage für eine optimale, leitliniengerechte Behandlung haben wie vor Covid-19. 

Stimmen Sie sich mit anderen Häusern ab? Wie läuft die Koordination?

Das Land Hessen wurde zur besseren Abstimmung der Kapazitäten in verschiedene Versorgungsgebiete aufgeteilt – Limburg zählt zum Bereich Wiesbaden, koordinierendes Krankenhaus sind die Dr. Horst-Schmitt-Kliniken Wiesbaden. Auch dem St. Vincenz kommt in diesem Versorgungsgebiet eine sehr zentrale Rolle zu: wir sind als Level-1-Haus eingestuft, analog einem Haus der Maximalversorgung. Das heißt im Klartext: Im Raum Limburg-Weilburg übernehmen wir den überwiegenden Teil der stationären Verantwortung für Corona-Patienten. Kliniken müssen sich regional, auf Landesebene und auf Bundesebene aufs Sinnvollste vernetzen, um der Herausforderung Stand zu halten.

Wie viele Betten sind frei gehalten und nicht belegt, wie viele Operationen verschoben worden?

Von den möglichen 643 Betten an unseren Standorten Limburg und Diez haben wir derzeit nur rund 390 Betten belegt, um für die Entwicklung der Covid-Patienten flexibel zu sein. Dies ist insbesondere der Tatsache geschuldet, dass wir planbare Operationen und Behandlungen  abgesagt haben, um notwendige Betten, aber auch personelle Ressourcen für Covid-19-Patienten freimachen wollen – eine wichtige und richtige Verpflichtung aller Krankenhäuser in Deutschland. Insgesamt macht das bei uns rund ein Drittel (mtl. rd. 700 Patienten) der gesamten stationären Behandlungen aus.  

Was bedeutet das eigentlich: „planbare Operationen“ bzw. elektive Eingriffe?

Das wesentliche Merkmal von planbaren OPs ist es, dass sie nicht zeitkritisch sind. Alle medizinisch dringend notwendigen Operationen finden statt. Patienten mit schweren Erkrankungen wie Krebspatienten oder Patienten mit schweren chronischen Erkrankungen, die auf eine schon terminierte Operation warten, müssen keine Sorge haben, dass ihre notwendigen Operationen verschoben werden. Hingegen werden Patienten warten müssen, deren Operationen - medizinisch vertretbar - nach hinten verlegt werden können. Beispiele hierfür sind kleinere, aber auch größere Eingriffe wie das Einsetzen von Hüftprothesen. Die verantwortliche Entscheidung obliegt allein den Ärzten.

Wie hoch ist in etwa der durch diese Aussetzung von Behandlungen und OP`s entstandene Schaden?

Dieser Schaden ist ehrlicherweise aktuell noch nicht zu beziffern. Bereits frühzeitig wurden von der Bundesregierung Ausgleichsmaßnahmen bis rückwirkend 13.März und laufend bis derzeit 30. September 2020 festgelegt. Die Bundesregierung hat eigens ein Beirat eingerichtet, der notwendige Nachbesserungen besprechen soll. Wir müssen die tatsächlichen Ausgleichsmaßnahmen abwarten und mit der Realität abgleichen – die Belastungsfähigkeit des Hilfspakets der Bundesregierung wird sich erst in der realen Umsetzung unter Beweis stellen. Wir setzen auf das Wort von Bundesgesundheitsminister Spahn – auch im Namen der Covid-Patienten. Frau Bundeskanzlerin Merkel hat es in ihrer Regierungserklärung gestern nochmals auf den Punkt gebracht: Das Gesundheitssystem darf nicht überwältigt werden. Dies ist eine Bewährungsprobe, bei der es „um nicht weniger geht, als um die Gesundheit der Menschen.“ Diese wiederum – und das weiß man in Berlin ganz genau - ist nun einmal gerade in diesen Zeiten nicht ohne gut funktionierende Krankenhäuser zu gewährleisten. Sie gehören zur unverzichtbaren Infrastruktur eines Gemeinwesens. Das wird in dieser Krise überdeutlich. Ein Faktum, das von Seiten der Politik lange Zeit zunehmend vernachlässigt wurde: Schon vor der Corona-Krise hatten die Kliniken Jahr für Jahr immer mehr gesetzliche finanzielle Restriktionen zu verkraften, waren die Krankenhäuser extrem geschwächte „Patienten“ der Gesundheitspolitik, wenn Sie so wollen. Trotz dieser Ausgangslage haben sie jetzt enorme Kräfte zur Bewältigung der Pandemie entwickelt.

Können Sie uns die finanziellen Probleme dennoch an einem Beispiel transparent machen?

Ein Intensivbett verursacht einmalige Investitionskosten für medizinisch-technische Ausstattung/Infrastruktur (Beatmungsgerät, Monitoring, Versorgungsleitungen, Absaugeeinheiten) von ca. 85.000,00 €. Bei einem geplanten Zuschuss von 50.000,00 € übernehmen die Kliniken auch in diesem Bereich einen großen Teil der Verantwortung ebenso wie bei der Beschaffung überlebenswichtiger Schutzkleidung. Dabei sind natürlich die jährlichen Betriebskosten insbesondere für Personal noch nicht enthalten. Hier muss man etwa für die pflegerische Versorgung im Jahr rund 200.000 T€ Personalaufwand rechnen, weswegen die Kliniken weiteres Personal zur Betreuung von Intensivpatienten schulen und dieses dann am Intensivbett einsetzen. 50 € pro Behandlungsfall für Schutzmaterial ist auch zu gering. Der pauschale einheitliche finanzielle Ausgleich für jedes nicht belegte Bett passt besser bei kleineren Kliniken mit geringen Vorhaltekosten (keine großen Notaufnahmen oder Intensiv-Einheiten, medizintechnisches Equipment…). Der Beirat der Regierung soll bis zum 30. Juni prüfen, ob Regelungen verändert werden müssen.

Wie ist denn Ihre grobe generelle Einschätzung der Lage? 

Insgesamt sehe ich uns in Deutschland sehr gut aufgestellt. Die Maßnahmen die ergriffen wurden und die Statistiken, die daraus resultieren, beweisen das.

Also haben Sie auch Wünsche außerhalb der finanziellen Angelegenheiten?

Auf jeden Fall. Zum Wohle der Patientenversorgung erwarten wir, dass als Lerneffekt bürokratische Hemmnisse entfallen, damit wir unsere ganze Kraft auch später den Patienten widmen können.

Haben Sie auch Wünsche an Ihre Patienten?

Gerade jetzt ist es wichtig, unsere Notaufnahme nur in notwendigen Punkten zu belasten. Erkältungssymptome gehören z. B. nicht in die Notfallzentren – das war vor Corona schon so. So können alle Bürger Patienten und Personal gerade in diesen sensiblen klinischen Bereichen schützen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Menschen auch in diesen Krisenzeiten Symptome für Schlaganfall oder Herzinfarkt genauso ernst nehmen wie sonst auch. Diese Versorgung findet selbstverständlich weiterhin ohne Einschränkung statt. Last but not least bitten wir um Verständnis für das Besuchsverbot, das einzig und allein dem Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter dient.

In diesen Tagen ist viel von Corona-Helden die Rede. Wen haben Sie da  ganz persönlich im Blick?

Alle, die mit anpacken, gehören zu den Helden dieser Tage – ganz gleich ob in unserer Einrichtungen in Limburg, in Diez, in Hadamar oder in unseren MVZ-Praxen. Ich erfahre täglich, was unsere MitarbeiterInnen in dieser Ausnahmesituation leisten. Neben Ärzten und Pflegekräften und auch den MitarbeiterInnen der Patientenaufnahme, die an vorderster Front für die Fürsorgepflicht für unsere PatientInnen einstehen, sind das auch die MitarbeiterInnen in Bereichen, die man nicht sieht: der Reinigung, des Transportdienstes, der Sterilisation oder der Hygiene. An jeder Stelle wird Wichtiges getan. Sie alle setzen sich vielfach weit über das selbstverständliche Maß hinaus für die Patientenversorgung ein, sie alle sind das Herzstück unserer Organisation und letztlich der Gesundheitsversorgung dieser  Region. Nur gemeinsam sind wir stark – das gilt in besonderem Maße auch für die Berufsgruppen im Krankenhaus.

Welche Lehren und Einsichten versprechen Sie sich langfristig von der Krise?

Wenn wir diese Pandemie überwunden haben, gilt es, Lehren zu ziehen. Dazu gehört, dass den Kliniken und in anderen Gesundheitsbereichen mit ihren Mitarbeitern höchste Wertschätzung entgegengebracht wird. Die Systeme der Investitions- und Erlösfinanzierung müssen geeignet sein, arbeitsfähige Strukturen zu schaffen, statt eine Entwicklung zu fördern, die auf immer stärkere finanzielle Auszehrung der Krankenhäuser abzielt, um so die Zahl der Standorte verdeckt und unstrukturiert zu reduzieren - auf dem Rücken von Patienten und Mitarbeitern. Damit muss Schluss sein.

15.04.2020: Gemeinsam sind WIR stark: „Das Krankenhaus ist multikulturell und wir auch“

Wie junge Migranten helfen, die Ausnahmesituation zu meistern und unser Gesundheitssystem stärken. „Die Limburger haben mich hilfsbereit aufgenommen und in der Anfangszeit stark unterstützt. Jetzt kann ich etwas zurückgeben: Als Auszubildender im zweiten Lehrjahr der Kranken- und Gesundheitspflege im St. Vincenz-Krankenhaus bewältigen wir die Corona-Krise alle zusammen als ein unterstützendes Team. Wir retten Menschenleben, dabei ist unser Herkunftsland egal. Gemeinsam für alle – Hand in Hand!“ Es ist circa fünf Jahre her, da erreichte Abdullah Aljabool nach einer langen Flucht aus Syrien den Landkreis Limburg-Weilburg. Er erhielt stete Unterstützung durch Freunde, Schule und Ehrenamtliche. Das St. Vincenz-Krankenhaus in Limburg ermöglichte ihm, eine Ausbildung zu beginnen: „Das Krankenhaus ist multikulturell, und wir sind es auch.“ Sein Kollege Mohanad Al-Zubaidi, ebenfalls ein angehender Krankenpfleger irakischer Herkunft, der seit 2015 im Landkreis Limburg-Weilburg ein neues Zuhause gefunden hat, verdeutlicht: „Wir alle stehen vor täglichen Herausforderungen, im stationären Alltag genauso wie jetzt vor der aktuellen Situation mit dem Covid-19. Wir versuchen, so gut wie möglich die Ausbreitung des Virus zu beschränken.“ Diese Einstellungen passen zum Motto der Kreisverwaltung „Gemeinsam sind wir stark“. Landrat Michael Köberle dankt in diesem Zusammenhang allen, die in dieser herausfordernden Zeit für die Menschen da sind – ob aus den medizinischen und anderen systemrelevanten Berufen oder auch dem steigenden ehrenamtlichen Engagement.

Seine Kolleginnen in der Kreisverwaltung, Marie Ostermann und Meliha Delalic, arbeiten im Auftrag des WIR-Programms des Landes Hessen, das sich für eine vielfältige und offene Gesellschaft einsetzt. Auch sie betonen: „Gerade in der jetzigen Krisenzeit wird deutlich: Hautfarbe und Herkunft sind für die Gesundheit und den Zusammenhalt in unserem Landkreis nicht entscheidend. Wer seine neue Heimat hier finden möchte, erhält Unterstützung. Gleichzeitig wirkt der Landkreis perspektivisch dem Fachkräftemangel entgegen und ermöglicht vielzählige Teilhabe- und Bildungschancen.“

Im Landkreis Limburg-Weilburg ließen sich noch zahlreiche Beispiele für Migrantinnen und Migranten finden, die – teilweise schon seit mehreren Generationen – das Gesundheitssystem stärken und nun ebenfalls dazu beitragen, diese Ausnahmesituation so gut wie möglich zu meistern. Dazu gehört die Pharmazeutin Lola Emer, die Inhaberin der „Euras Apotheke“ in Hadamar und der „Marien-Apotheke“ in Elz, mit ihrem international besetzten Team: „Unsere Mitarbeiter können Kunden in mehr als acht Fremdsprachen beraten.“ Oder Mohammad Farhan Alabd, der als Rettungssanitäter für das DRK Limburg tätig ist, aus Syrien stammt und seit Ende 2014 bei im Landkreis Limburg-Weilburg lebt. Ebenfalls dankbar für die Bildungschancen und beruflichen Perspektiven, die sie hier gefunden haben und nun ein unterstützender Teil der Gesamtgesellschaft geworden sind, sind die künftigen Altenpflegerinnen Yasmin Dahir Gore aus Somalia und Wissa Gulali aus Afghanistan. Dahir Gore „gefällt es, Menschen zu unterstützen und für sie da zu sein. Vor allem mit älteren Menschen arbeite ich gern zusammen. Sie sind für mich Vorbilder, weil sie so viel Lebenserfahrung haben.“

Auch Melanie Weil, Integrationsbeauftragte der Stadt Limburg, arbeitet Hand in Hand mit Marie Ostermann und Meliha Delalic vom Landkreis. Für alle zeigt sich: „Migrantinnen und Migranten sind mittlerweile ein Teil unserer Gesellschaft. Integration ist ein Geben und Nehmen. Jetzt wird deutlich, welche Potenziale unsere neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger mitbringen und entfalten. Wir sind alle Teil von einer Gesellschaft und nur ein Zusammenstehen und Zusammenhalten bringt diese Gesellschaft durch die Krise, denn gemeinsam sind wir stark.“ ©Landkreis Limburg-Weilburg 

08.04.2020: Nassauer Land gemeinsam aktiv in Corona-Zeiten

Länderübergreifende Zusammenarbeit: Im St. Vincenz-Krankenhaus werden Beatmungskapazitäten für die Region ausgebaut. Aus medizinischen und logistischen Gründen werden die Beatmungsgeräte in Limburg für beide St. Vincenz-Standorte Diez und Limburg konzentriert. Durch Unterstützung von Rhein-Lahn-Landrat Frank Puchtler sind nun in dieser schwierigen Phase weitere Beatmungskapazitäten für den Rhein-Lahn Bereich in Limburg eingeplant. „Unser Nassauer Land ist gemeinsam für die Bürgerinnen und Bürger unserer Heimat aktiv“, so Landrat Frank Puchtler.

Eine Botschaft, die St. Vincenz-Geschäftsführer Guido Wernert und Privatdozent Dr. Michael Fries als Ärztlicher  Direktor entschieden bekräftigten. Im Namen von PatientInnen und MitarbeiterInnen dankten beide für die Zusammenarbeit mit den rheinland-pfälzischen Nachbarn bei dem Aufbau der Beatmungskapazitäten.

27.03.2020: Krankenhausseelsorge – eine spezielle Herausforderung Corona-Zeiten

Bisher war Pfarrerin Claudia Gierke-Heinrich, evangelische Seelsorgerin am St. Vincenz-Krankenhaus Limburg, an ihrem Schreibtisch eher selten anzutreffen. „Ich besuche gern Patienten auf Station“, berichtet sie aus ihrem Alltag. „Ich finde es wichtig, auf Leute zuzugehen.“ Auch auf die wöchentlichen Gottesdienste in der Krankenhauskapelle legt sie großen Wert. Aber all das ginge so jetzt nicht mehr in einer Zeit, in der ein Virus den Takt unseres Alltags vorgibt. Es zwingt uns über Alternativen nachzudenken – alternative Lebensweisen und alternative Arbeitsabläufe. „Es herrscht gespenstische Stille“, beschreibt sie die Situation vor Ort. Alle verschiebbaren Eingriffe seien abgesagt. Keine Besucher – nicht in den Gängen und nicht in den Patientenzimmern. So wie viele Menschen momentan müsse auch die Krankenhausseelsorgerin sich dem Zeitgeist stellen und in der aktuellen Krise neue Wege suchen, um Menschen in schwierigen Situationen, bei Schicksalsschlägen, die sich im Krankenhaus naturgemäß häufen, beizustehen.

„Als Seelsorgende sind wir bis auf weiteres angehalten, den persönlichen Kontakt mit Patienten zu meiden. Besuche von Patienten sollen im Sinne von Selbstfürsorge und Risikominimierung im Krankenhaus nicht mehr stattfinden“, berichtet sie. Auch Gottesdienste, die eine wichtige Funktion haben, könnten nicht mehr öffentlich gefeiert werden. „Da wir die Corona-Krise als Seelsorgende nicht einfach nur aussitzen wollen, gehen wir andere, neue Wege, um bei den Menschen im Krankenhaus zu bleiben.“ Wie in vielen anderen kirchlichen Bereichen folgt die Pfarrerin deshalb der Empfehlung des Referats Seelsorge und Beratung der Kirchenverwaltung der Evangelischen Landeskirche und versucht, den Kontakt über das Telefon und über E-Mails zu intensivieren. „Außerdem planen wir, kurze Andachten in der Kapelle als Videos aufzunehmen“, berichtet sie weiter. Die würden ins Netz gestellt und könnten über YouTube abgerufen werden. Auch eine Kooperation mit dem Vincenz-TV sei in der Pipeline.

„Momentan dürften sich die meisten Patienten im Krankenhaus sehr einsam fühlen“, meint die Seelsorgerin. „Besuche sind ja untersagt und werden nur in Ausnahmefällen genehmigt. Deshalb ist es mir besonders wichtig zu zeigen: Ihr seid nicht vergessen! Falls es möglich und erlaubt sein wird, wollen wir an Ostern einen kleines Geschenk und einen Ostergruß an die Patienten verteilen lassen, um das Licht, das von Ostern auf unsere Welt fällt, auch im Krankenhaus aufscheinen zu lassen. Damit wollen wir den Patienten, die dann im Krankenhaus sein müssen, eine kleine Freude bereiten, indem wir ihnen sagen: Jesus hat dem Tod die Macht genommen. Er lebt und wir leben mit ihm!“

In der Seelsorge ginge es aber nicht nur um die Patienten. Seelsorge habe darüber hinaus auch all jene im Blick, die im Krankenhaus arbeiten: das Pflegepersonal, Ärztinnen und Ärzte, das Reinigungspersonal und alle anderen Dienstleistenden. „Sie alle gehen ein großes Risiko ein, wenn sie sich in diesen Zeiten um das Wohl der Patienten bemühen“, so die Pfarrerin. „Ich sehe es deshalb auch als eine Aufgabe von Seelsorge, allen Mitarbeitenden im Krankenhaus zu vermitteln, wie wichtig ihr Engagement ist und wie dankbar die Gesellschaft dafür ist. Die Seelsorge in Dernbach hat einen Brief an die im Krankenhaus Tätigen verfasst. Den nehmen wir uns zum Vorbild. Wir werden an Ostern einen ähnlichen Wertschätzungs- und Dankesbrief den Mitarbeitenden im Sankt Vincenz-Krankenhaus in Limburg und Diez zukommen lassen, in dem wir zum Ausdruck bringen, dass wir für sie beten, damit sie in diesen schweren Zeiten stark und behütet bleiben.“

Da davon auszugehen sei, dass auch nach den Osterferien keine Gottesdienste stattfinden werden, werde die Seelsorgerin auch darüber hinaus jede Möglichkeit nutzen, um den Menschen im Krankenhaus aus der Ferne nahe zu sein. „Der persönliche Kontakt lässt sich zwar nicht ersetzen“, sagt sie, „aber so kann ich wenigstens mit den Menschen in Kontakt bleiben, um ihnen aus dem Evangelium Trost und Kraft zuzusprechen.“

20.03.2020: Landrat Köberle machte sich persönlich ein Bild von der Lage im St. Vincenz

„Außerordentlicher Dank im Namen der Menschen des Landkreises an das Team St. Vincenz!“

„Ich bin hier, um Dank zu sagen im Namen unserer Bürgerinnen und Bürger. Die gesamte Belegschaft des St. Vincenz macht in diesen Zeiten einen enorm wichtigen Job – das ist nicht selbstverständlich!“ Mit diesen Worten zollte der Landrat des Landkreises Limburg-Weilburg, Michael Köberle, den MitarbeiterInnen der Krankenhausgesellschaft heute, 20. März 2020, bei einem Besuch im St. Vincenz großen Respekt. Er wolle dem gesamten Team des St. Vincenz den Rücken stärken und größtmögliche Unterstützung zusagen. Ohnehin seien er selbst sowie die Vertreter seiner Behörde tagtäglich in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen der Klinik: „Wir müssen gut und eng zusammenstehen, um die Versorgung für die BürgerInnen bestmöglich vorzubereiten und damit die Auswirkungen der Corona-Pandemie so gering wie möglich zu halten. Deshalb arbeiten wir Hand in Hand,“ so Köberle.

„Abstand ist das Gebot der Stunde, gleichzeitig müssen wir in vielen Bereichen im übertragenen Sinn enger zusammenrücken, damit für die BürgerInnen alles gut funktioniert“, brachte Dr. Michael Fries, der Ärztliche Direktor des St. Vincenz-Krankenhauses, die Lage auf den Punkt. Gleichzeitig nutzte er gemeinsam mit Pflegedirektorin Martina Weich die Gelegenheit, konkrete Wünsche zu formulieren: „Wir brauchen dringend die Nachricht seitens der Politik, dass in den nächsten Wochen ausreichend Persönliche Schutzkleidung (PSA) verfügbar sein wird“, so Fries. Ein Appell, den Pflegedirektorin Weich entschieden bekräftige: „Ich möchte meine MitarbeiterInnen nicht ohne Schutz an die Betten schicken müssen!“

Darüber hinaus konstatierte der Ärztliche Direktor, dass unbedingt weitere Beatmungsgeräte benötigt würden, um die Intensivkapazität noch weiter auszubauen als bisher. Ziel sei es, ca. 60 PatientInnen intensivmedizinisch versorgen zu können. Schon jetzt sei die Möglichkeit zur Beatmung auf das Doppelte des normalen Angebots erhöht worden. Geschäftsführer Guido Wernert teilte mit, dass die Klinik vorsorglich derzeit insgesamt rund 150 Betten freihalte, weil die Anforderungen nicht exakt vorhergesagt werden könnten. Im Kontext dieser Bemühungen registriere man sehr wohl die Unterstützung seitens der Politik und die Zusagen der Bundesregierung mit Festlegung der wichtigen finanziellen Lösungen, um die Versorgungsaufträge aller Krankenhäuser wie auch der ambulanten Gesundheitsanbieter in solch extremen Zeiten zu sichern.: „Diese ist aber auch zwingend notwendig!“

Gleichzeitig informierten Wernert, Privatdozent Dr. Fries und Martina Weich den Landrat als Mitglieder des Krankenhausdirektoriums über weitere vorbereitenden Aktivitäten unter dem Dach des St. Vincenz. So würden die MitarbeiterInnen insbesondere auf den Umgang mit PatientInnen mit Luftnot vorbereitet. Zusätzlich würden MitarbeiterInnen, die länger nicht mehr in diesen Bereichen gearbeitet hätten, für die Arbeit auf den Intensivstationen geschult. Darüber hinaus gebe es ein fertiges Einsatzkonzept, das in Abhängigkeit vom Eintreffen der Menschen mit schweren Erkrankungen in Kraft trete. Auch mit den Nachbarkrankenhäusern stehe man in engem und gutem Kontakt. 

Alle Gesprächspartner des Landrats, darunter auch Betriebsratsvorsitzende Gaby Schäfer, sahen in der Krise auch Chancen: „Wir spüren deutlich das Zusammenrücken und die Solidarität aller Berufsgruppen“, konstatierte Gaby Schäfer. Pflegedirektorin Martina Weich sprach von einem „sehr hohen Einsatz in allen Berufsgruppen“. Sie registriere in den Reihen der MitarbeiterInnen eine „sehr hohe Bereitschaft, für die Menschen da zu sein.“ Auch der Ärztliche Direktor sprach von zahlreichen positiven Signalen aus der Gesellschaft und wertete die aktuelle Lage auch als Option, sich auf Tugenden zu besinnen, die in den letzten Jahren verloren gegangen seien. Guido Wernert, Privatdozent Dr. Fries, und  Martina Weich dankten im Beisein des Landrats explicit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die vielen großen und kleinen Ideen und Anregungen, kreatives Engagement, unbürokratisches Miteinander, kurzum: für außerordentlichen Einsatz, den Jeder und Jede an jeweils seinem/ihrem  wichtigen Einsatzort in einer völligen Ausnahmesituation leiste! 

16.03.2020: Weitere Maßnahmen zur Besuchsregelung im St. Vincenz

Die St. Vincenz-Krankenhäuser Limburg und Diez ergreifen weitere präventive Maßnahmen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Ab sofort sind die Besuchsregelungen verschärft worden. Patientenbesuche sind ab sofort generell untersagt, Ausnahmen sind in Absprache mit den Stationen möglich, beispielsweise für

• Angehörige, die einen Patienten besuchen, der im Sterben liegt
• Angehörige von PatientInnen der Palliativstation
• Begleitpersonen von Schwangeren bei der Entbindung
• Väter, die Neugeborene besuchen möchten
• Eltern eines kranken Kindes
• Begleitperson eines Patienten, der in die Notaufnahme eingeliefert wird.

„Unser Anliegen ist es, nicht nur unsere Patienten, sondern auch unsere MitarbeiterInnen, ohne die eine Gesundheitsversorgung gar nicht möglich wäre, aktiv vor einer Ausbreitung des Virus zu schützen. Wir danken für das Verständnis und die Mithilfe seitens der Bevölkerung,“ so die Vertreter der Krankenhausleitung, Geschäftsführer Guido Wernert, Pflegedirektorin Martina Weich und PD Dr. Michael Fries als Ärztlicher Direktor.

Wichtigstes Ziel und Hintergrund dieser Maßnahmen ist es, neben der Behandlung etwaiger Coronavirus-Fälle auch diejenigen Patienten weiterhin kompetent und angemessen medizinisch zu versorgen, die mit ernsten Erkrankungen wie beispielsweise Herzinfarkt, Schlaganfall, Unfallverletzungen o.ä. eingeliefert werden. „Um dies zu erreichen brauchen wir die Unterstützung aller“, so die Krankenhausdirektion.

Ferner richten die Verantwortlichen der Klinik einen Appell  an die Bevölkerung, die Zentrale Notaufnahme des Hauses nur noch dann aufzusuchen oder zu kontaktieren, wenn ernste Krankheitssymptome wie Bewusstseinsveränderungen, Herz-Kreislaufprobleme, starke Atemnot o.ä. vorliegen. Nicht zuletzt ist der Krankenhausleitung wichtig, den MitarbeiterInnen schon jetzt großen Dank auszusprechen: „Wir bedanken uns bei allen MitarbeiterInnen sehr für die vielen großen, aber auch kleinen Ideen und Signalen der Unterstützung, die wir in diesen Zeiten erfahren durften“, so das interdisziplinäre Vincenz-Leitungsteam.

12.03.2020: Neue Besuchsregelung: Nur noch ein Besucher pro Patient und Tag

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen zum Thema Coronavirus, werden in den St. Vincenz-Kliniken Limburg und Diez die Besuchszeiten neu geregelt: Die Krankenhausleitung lässt ab sofort nur noch einen Besucher pro Tag und Patient zu.

Ausnahmen sind in begründeten Einzelfällen und in Absprache mit dem Stationspersonal möglich. Personen, die Krankheitssymptome wie Husten, Schnupfen, Fieber oder Durchfall aufweisen, werden gebeten, gänzlich auf Besuche im Krankenhaus zu verzichten. Hintergrund ist sowohl die erhöhte Gefahr der Verbreitung von Krankheitserregern, als auch die Notwendigkeit eines ressourcenschonenden Einsatzes von Hygieneartikeln wie beispielsweise Desinfektionsmitteln oder Schutzmasken. Gleichzeitig sagt die Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH bis auf Weiteres alle Vortragsveranstaltungen ab.

„Gerade im Krankenhaus wollen wir die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung nicht erhöhen sondern besonders niedrig halten. Von daher setzen wir auf das Verständnis und die Unterstützung der Bevölkerung, damit wir in dieser besonderen Situation die medizinische Versorgung der Menschen der Region auch weiterhin optimal gewährleisten können“, erklären der Ärztliche Direktor, PD Dr. Michael Fries, und Geschäftsführer Guido Wernert übereinstimmend. Gleichzeitig appellieren die Verantwortlichen an die Bevölkerung, nur bei schweren Symptomen  wie hohem Fieber und Atemnot oder starkem Husten, eine Notaufnahme aufzusuchen. Bei Verdacht, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollten Betroffene ihren Hausarzt zunächst telefonisch (!) informieren und mit ihm das weitere Vorgehen besprechen.

Grundsätzlich sieht sich das Krankenhaus in Vorbereitung auf die möglicherweise steigende Anzahl potentieller SARS-CoV-2-Träger gut gewappnet. Alle Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, des Hessischen Sozialministeriums sowie des Gesundheitsamtes Limburg sind umgesetzt. Eine interdisziplinär besetzte AG trifft sich regelmäßig zum Austausch aktueller Daten und Entwicklungen, auch aktuelle Erfordernisse können daher unmittelbar umgesetzt werden. Zahlreiche Maßnahmen zur internen Infektionsprävention wurden bereits etabliert. Darüber hinaus steht die Arbeitsgruppe in regelmäßigem, engen Austausch mit den Verantwortlichen des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene, Freiburg, sowie mit den Fachdiensten Infektions- und Gesundheitsschutz des Gesundheitsamtes des Landkreises.