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Antrittsrede des Vorsitzenden der St. Anna Stiftung, Michael Ruoff, Bürgermeister von Hadamar

Im September 2016

Im Jahr 1829 verfügte unser Stifter Stadtrat Franz Gensler:

..."sechs unbescholtenen katholischen Personen weiblichen Geschlechts freie Unterkunft und Verpflegung" .... im damals aufgelassenen Nonnenkloster St. Anna Hadamar zu gewähren.

Dieser mutmaßliche Wille des Stifters wurde natürlich bis heute fortentwickelt und der Lebenswirklichkeit unserer Zeit angepasst. Heute erfüllt die Stiftung den Zweck Hilfe an kranken und hilfsbedürftigen Menschen ohne Rücksicht auf Weltanschauung, Konfession, Rasse und Nationalität als Ausdruck der christlichen Nächstenliebe.
Ganz konkret wird dieser Zweck verwirklicht durch die Förderung der Einrichtungen des Hadamarer St. Annahauses, welches sich mittlerweile zu einem über die Stadt- und Landesgrenze bekannten Gesundheitszentrums entwickelt hat. Um die Identität und Verbundenheit mit dem Gesundheitszentrum St. Anna nach außen zu zeigen hat sich die Franz Gensler'sche Stiftung im letzten Jahr unbenannt und trägt heute den Namen St. Anna Stiftung.

Als neuer Vorsitzender möchte ich nun zusammen mit dem ebenfalls neu gewählten 2. Vorsitzenden, Pfr. Andreas Fuchs, und dem ganzen Verwaltungsrat die Zukunft der Stiftung gestalten. Meine Freude darüber ist auch begründet in der Tatsache, dass ich eine besondere Verbindung zum St. Anna Haus habe, weil ich dort geboren und in der St. Anna­ Kapelle getauft wurde.

In der Zukunft möchten wir:

  • Die Stiftung mehr in die Stadt, mehr in die Region holen durch eigenständige Aktionen wie z.B. die Teilnahme am Stadtfest oder der Schlossweihnacht um in der Stadt Hadamar wieder mehr präsent zu sein,
  • Wir tun dies schon zur Zeit mit jährlichen Spenden an den Bürgerfond Hadamar, der dann im Sinne des Stifters für Hadamarer tätig wird,
  • Weiterhin wollen wir weiterhin nicht nur das Haus, die Immobile zur Verfügung stellen. Im Sinne des Stifters wollen für eine gute Ausstattung und eine gute Atmosphäre im St. Anna Gesundheitszentrum sorgen, dass die Menschen hier eine gute Unterkunft und Versorgung erhalten,
  • Was die Atmosphäre betrifft, arbeiten wir derzeit ganz konkret an der Kapelle und dem Aussenbereich und zwar der bisherigen kleinen Andachtsstelle um die Marienstatur
  • um auch weiterhin das Geistliche, dass Religiöse an diesem Ort zu
  • fördern. Patienten, Bewohnern, Angehörige aber auch Mitarbeiter sollen Gelegenheit zur Besinnung und Ruhe bekommen. Das meinen wir durchaus auch konfessions- und religionsübergreifend.
  • Mit den Ärzten könnten wir eine Fortbildungsreihe für Bürgerinnen und Bürger etablieren in Form von sog. St. Anna-Gesprächen um aktuellen Themen aus dem Gesundheitsbereich Raum zu geben,
  • Mein Wunsch ist es auch, dass die Stiftung wieder im St. Anna Gesundheitszentrum Hadamar für unsere Besucher, die Praxen und sonstigen Einrichtungen präsent ist und zwar in einem Büro, welches einmal die Woche regelmäßig besetzt ist,
  • Die gute Hausgemeinschaft wollen wir stärken durch einen einmal im Jahr stattfindenden Abend für alle Praxen und Einrichtungen unseres Hauses,
  • Wir wollen im Sinne des Stifters auch helfen die medizinische Versorgung im ländlichen Raum zu fördern. Wir sehen uns hier über die Stadtgrenzen, ja sogar über die Landesgrenze hinaus bis in den hohen Westerwald gut aufgestellt.